Unser täglich Brot, 7 Glasreliefs für „IsernHäger . Die Backkultur“

Unser alltägliches Brot ist auch heute noch und weltweit ein urzeitliches Ereignis. Seit die ersten sonnengereiften Getreidekörner in den weiten Ebenen und Flusstälern des Vorderen Orients eingesammelt wurden und bis dann die ersten Ochsengespanne mit den Saatpflügen über die Felder zogen, sind einige Jahrtausende vergangen. Dann aber, plötzlich, unter den in Dörfern sesshaft gewordenen Getreidebauern und ihren erfinderischen Hausfrauen am Herd kam es zum Brotwunder.

Ja, da kommt uns tatsächlich ein naturnahes aber äußerst komplex aufbereitetes Getreide auf den Frühstückstisch und auch zum Mittag und zum Abendbrot ist es dabei. Was sich da mit dem Brot auf unserem Esstisch so unvermittelt in

Erinnerung bringt, sind die Aussaat, die Ernte, die Getreidemühle und die Backstube: hier wird das Mehl mit Wasser zu einem Teig angerührt und über einen Gährungsprozess und die Ofenhitze in einen knusprigen Brotlaib verwandelt.

Was da also, kurz gesagt, in der Bäckerei mit dem herkömmlichen Getreidekorn alles geschieht, soll nun hier auch in der Art einer schöpferischen Glasvision aufleuchten.

Hans Jürgen Westphal
Keitum im Mai 2011